Fondssparplan

Über zwei Millionen Deutsche haben 2007 einen Riester-Vertrag abgeschlossen. Viele wählen einen Riester-Fondssparplan. Rainer Zuppe von der Zeitschrift Finanztest hat die staatlich geförderten Fondssparpläne getestet. Grundsätzlich gibt es bei Riesterfondssparplänen kein Verlustrisiko. Denn "Die Fondsgesellschaft garantiert, dass sie mindestens das eingezahlte Geld sowie die vom Staat geleisteten Zulagen zur Verrentung zur Verfügung stellt", so Zuppe. Diese Erkenntnis ist natürlich nicht neu, denn diese Garantie ist Grundvoraussetzung, damit der Riester Vertrag überhaupt für den Vertrieb zugelassen wird.

DWS Riester Rente - Testsieger bei Focus Money

Die "DWS Riester-Rente Premium" wird von vielen bejubelt. Das Geld fließt in einen Dachfonds. "Der Kunde kann das Aktieninvestment ab dem 55. Lebensjahr minimieren, indem er einfach diesen Höchststand, den er bisher erreicht hat, sich bis ins Rentenalter festschreiben lässt", erklärt Axel Schreiter von DWS Investments.

Natürlich hat ein solcher Service seinen Preis. Alle anfallenden Kosten der "DWS Riester-Rente Premium" müssen, wie bei einem Versicherungsangebot, in den ersten fünf Jahren beglichen werden. Das stimmt die Experten skeptisch: "Wir raten eigentlich trotz des dahinter stehenden guten Konzepts, also wie die Garantie gewährleistet wird, davon ab. Bei diesem Vertrag ist man zu lange erst einmal im Minus", so Zuppe.

Am hervorragenden Konzept der DWS Rente, ändern die Kosten allerdings nichts. Denn eines ist klar; wer mit schlichten Produkten am Markt auftritt, die z.B. das eingezahlte Geld einfach in einen Fonds investieren, glänzt mit niedrigen Kosten. Die Frage sind aber nicht die Kosten, sondern was am Ende rauskommt.

DWS gelingt es, bis zu 100% der Einzahlungen in Aktien zu investieren und trotzdem zu garantieren, dass am Ende alle eingezahlten Beiträge zur Verfügung stehen. Mit diesem Produkt steht DWS wohl allein am Markt, denn alle anderen sichern sich ab, in dem ein teil des Geldes in Garantieprodukte investiert wird, die natürlich keine hohen Renditechancen wie Aktienanlagen haben. Daher ist das DWS produkt aus unserer Sicht die erste Wahl, wenn es eine Aktienfonds sein soll.

Zurich DWS Premium - Die Alternative zum Aktienfonds

Ein ganz besonderes Produkt bietet die Zurich Versicherung an. Diese nimmt den DWS Aktienfonds und bietet diesen als Fondsgebundene Rentenversicherung an. Der Vorteil liegt auf der Hand. Der Kunde hat nun nicht nur die gleichen Sicherheiten wie beim DWS Produkt, sondern bekommt ein wesentliches Extra. Denn der Zurich Kunde weiß heute schon, welche Rente er später für sein Guthaben erhalten wird.

Kosten. Wer bietet weniger: Aktienfonds oder Versicherung

Diese Frage ist sicherlich sehr spannend, weil die Lösung eigentlich auf der Hand liegt. Wer das gleiche Produkt zusätzlich mit einer Garantierente ausstattet, muss teurer sein. In der Realität ist genau das Gegenteil der Fall.

Riester Kosten im Vergleich

Kosten für
Aktienfonds Fondsgebundene Versicherung
Abschlusskosten 5,5 %
4 %
Abschlusskosten für Erhöhungen
5 %
3,5%
Verwaltungskosten 1,5 % des Fondswerts
2,5 % des Beitrags
Laufende Kosten
15,40 € jährliche Depotkosten
1,25 Euro monatliche Stückkosten

Kosten auf den Punkt gebracht

Wie man eindeutig sieht, sind die Kosten beim reinen Aktienfonds deutlich höher. Die Frage ist, was Sie das kostet. Der wichtigste Punkt sind die laufenden Kosten, bzw. die Kostenpauschale pro Jahr. Der DWS Aktienfonds entnimmt 1,5% der Assets aus dem Aktienfonds. Wenn also in vielen jahren z.B. 100.000 Euro Guthaben vorhanden sind, dann kostet dieser Punkt 1.500 Euro pro Jahr, wobei diese Kosten mit jedem Jahr durch das steigende Guthaben höher werden. Im Zurich Produkt werden für diesen Punkt bei besipielsweise 100 Euro Monatsbeitrag, nur 30 Euro jährlich fällig. So wundert es nicht, dass der Zurich Vertrag höhere Auszahlungen erwarten lässt, als der reine Aktienfonds.